Die Aufgabe bei der Entschulung

„Ihr könnt in diesem Schuljahr gemeinsam über 4-8 Wochen hinweg ein Projekt durchführen …
• das Ihr gemeinsam als Gruppe durchführt, wobei es innerhalb des Projektes verschiedene Aufgaben geben kann
• bei dem möglichst alle Schritte von Euch geplant, geprobt und durchgeführt werden
• von dem außer Euch noch andere etwas haben, bzw. bei dem Ihr Menschen außerhalb
von Schule und den Euch gewohnten Lebenskreisen begegnet
• das an einen anderen Ort außerhalb von Schule führt
• das Erwachsene außerhalb der Schule als Spezialisten einbezieht
• das ein Produkt entwickelt, das anderen präsentiert
wird.”

Ziele des Projekts: Anders und etwas Anderes lernen

Wir nehmen an, dass auch der beste Schulunterricht nur bestimmte Lernformen ermöglichen kann. Andere Lernformen zuzulassen und zu ermöglichen ist ein Anliegen der Entschulung. Zugleich sollen Arrangements geschaffen werden, die den Entwicklungsaufgaben von Jugendlichen in der Pubertät entsprechen. Konkret bedeutet das 5 Aspekte zu berücksichtigen:
1. Selbstbestimmt, selbstorganisiert, selbstverantwortet lernen – Partizipation und Demokratie
2. „Zeigen, was man kann“, „echte“ Aufgaben meistern, „von der nützlichen Erfahrung nützlich zu sein“; (H. v. Hentig) Anerkennung, Könnenserfahrungen
3. Der zunehmenden Bedeutung von Gleichaltrigen gerecht werden – „erfahren, was Gemeinschaft sein kann“ (H. v. Hentig) – Gemeinschaft selbst organisieren
4. Kognitives Lernen ergänzen und verknüpfen mit „tätigem“ Lernen, körperlicher Betätigung, Bewegung
5. Erfahrungen, die so selbst im besten Unterricht nicht zu machen sind: „Das Leben bildet, Herausforderungen bilden“ (H. v. Hentig). Aus Situationen und von Menschen lernen, denen man im Unterricht nicht so leicht begegnet.

Möglichkeiten zur Mitbestimmung und Partizipation der Jugendlichen

Zu Beginn des Schuljahres entscheiden sich die Klassen für eine gemeinsame Idee oder es werden kleinere Gruppen mit drei bis fünf Jugendlichen gebildet, die sich zusammen auf eine Herausforderung einlassen. Die Kleingruppen/ Klassen wählen die Kooperationspartner aus, bestimmen bei der Wahl der Inhalte mit und übernehmen möglichst viel Verantwortung bei der Organisation und Durchführung der verschiedensten für das Projekt notwendigen Teilbereiche.